Der 35mm-Film

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Der 35mm-Film

Ein weiteres Relikt aus einer beinahe untergegangenen Zeit ist der 35mm-Film. Er steht für ein Stück Technik- und Kulturgeschichte, wie auch der 16mm-Film und der Filmriss. Auch in der Zeit des digitalen Kinos lebt der Film auf der Filmrolle fort: Man „dreht“ noch immer einen Film, genau so wie man ihn „schneidet“ – obwohl beim digitalen Filmen keine Filmrolle mehr gedreht werden muss, ganz zu schweigen davon, dass man Filmmaterial physisch auseinanderschneiden und zusammenkleben müsste.

Nahezu die gesamte, noch heute gültige Logik und Sehgwohnheit rund um Film und Kino hängt mit diesem 35mm-Format und seinen Eigenarten zusammen. Eine technische Spezifikation hat unser gesamtes Sehen geprägt und ist verantwortlich für die Art und Weise, wie wir Geschichten wahrnehmen. Das ist mehr als aufregend und man muss sich das einmal klar machen, um zu verstehen, warum der 35mm-Film ein so wichtiges Ding ist. Heute kommt man ohne ihn aus, und in vielen Kinos kann er schon gar nicht mehr gezeigt werden. Das digitale Filmen hat viele Vorteile – aber vergessen sollte man den Vorläufer nicht, sonst kann man die Kunstform des Films nicht verstehen und entschlüsseln.

Dieser Film ist übrigens komplett belichtet – und erscheint daher schwarz.

Ding-Nr.: D2013-0093

Abmessungen (l/b/h): 28x38x11 mm (links) und 25x25x10

Gewicht: 2 g

Material:  Plastik

Fundort: Filmmuseum München

Herkunft: Unbekannt/Firma Kodak

Entstehungsjahr: Unbekannt

In der Sammlung seit: 2013

Schenkung des Filmmuseums München